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Reportage über die vernachlässigte Krankheit Buruli Ulkus in Kamerun im Rahmen der Tätigkeit
als Communication Advisor für Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF)

    Mangels bestehender Behandlungsmöglichkeiten hat Ärzte ohne Grenzen ein Hilfsprogramm zur Behandlung der
    Hautkrankheit Buruli Ulkus in der Stadt Akonolinga, Ost-Kamerun eröffnet.

    Die mit Lepra verwandte Krankheit kommt in 30 Ländern der Welt vor. Entstehung und Übertragung ist noch nicht restlos geklärt.
    Behandlung im Buruli-Pavillon von Ärzte ohne Grenzen kann bis zu einem Jahr dauern.

Die 26jährige Petronie kam mit einer extrem großen offenen Wunde
in die Klinik. Sie wird mit einem speziellen Wundverband
behandelt, der die Wundheilung begünstigt.

Da die Wunden oft zu groß für Selbstheilung sind, wird Hauttransplantation und -rekonstruktion im Krankenhaus von Akonolinga durchgeführt.

    Die im Zentrum ersichtliche Patientin Darlyse aus dem Nachbarland Gabun kam nach jahrerlanger Behandlungsodyssee endlich
    zu Ärzte ohne Grenzen. "Irgendwann wollte ich nur mehr, dass sie mir mein Bein abschneiden."
    Im Jänner 2010 konnte sie den Bus nach Hause besteigen, geheilt.

Da die offenen Wunden die Muskeln verkümmern lassen,
müssen die Patienten täglich zur Physiotherapie.

    Buruli Ulkus tritt am häufigsten entlang langsam fliessenden Gewässern in tropischen Regionen auf.
    Die Bevölkerung in Akonolinga lebt weit verstreut im Buschland.

    Damit Betroffene von den Behandlungsmöglichkeiten bei Ärzte ohne Grenzen erfahren, hat die Organisation eine
     umfangreiche Kampagne zur Patienten-Information gestartet.

Da zumeist Kinder betroffen sind, konzentriert sich Ärzte ohne Grenzen dabei auf Schulen und Lehrpersonal.

    Für die Kinder ist der Besuch des Aufklärungspersonals (und in diesem Fall des weißen Begleiters) eine feine Abwechslung.

    Ärzte ohne Grenzen bildet lokales Personal aus und versucht, Bewußtsein über die Notwendigkeit der Behandlung von
    Buruli Ulkus in Kamerun zu schaffen.

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